Was ist alle Herzenswärme?

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Was ist alle Herzenswärme?

Beitragvon Dauragon » Mi 2. Jun 2010, 20:20

Wie düster doch waren die letzten Worte, höchste Melancholie beherbergten sie und dennoch: ich atme befleißigt und erwehre mich damit der eisernen Fäden, die mir die Seele verschnüren. Die Liebe namentlich, gütigster Prometheus, sei heut mein Mangel, mein Leiden, welches ich dir zu schildern gedenke.
Was war noch nach der Esprit, den Schopenhauer im Wunsche postulierte? - Ein Unheil, ein Böses, ein gründlichster Mangel. Die Erfüllung desselben hat mitunter Freude nach sich, doch immer, als Form der Konsequenz, die Befriedigung der Befreiung von demselben. Die Liebe nun soll anders sein? Bester, ist sie nicht kontinuierlich ein Wunsch jedes Menschen? somit ein Mangel, welcher sich im selbigen ausdrückt? Die unbedingte Bejahung zur Liebe, zur leidenschaftlichsten Hingabe, zur glühensten Herzenswärme eines andren Menschen, ist - ach, man ahnt's – lediglich Opportunismus. Denn: des andren Menschen Wert obliegt der Funktion, die ihm eingeschrieben.
Dies Eingeschriebene, diese Funktionalität ist keine Vollkommenheit, sondern Harmonie. Ein Gleichgewicht aller Dinge, Affekte, Leidenschaften, welche sich, dadurch, dass sie gleichgesetzt, aufheben und jenen Zustand erzeugen, welcher vor dem Makel war - Ausgeglichenheit. Einem Elektron, dieser Bestandteil des Mikrokosmos, das sich, durch gleichsetzen der Radial - und Lorentzkraft, auf einer wohldefinierten Bahn bewegt gleich.
Die Armut namentlich ist lediglich ein Unterschied im Grade wie die Fülle; und erklärt nicht dies die augenscheinliche Stagnation aller Liebenden? - In Ihnen, den Armen, herrscht fortan kein Ungleichgewicht, das sie fordert, entwickelt. Und offenbart's sich nicht auch im Phänomen der Blindheit gegen alles am geliebten Wesen und dem Fühlen alles eignen Daseins im Geliebten? Denn: eben dies ist eine Notwendigkeit des Opportunismus Liebe; gleich dem Kränklichen, dessen Symptome lediglich Evidenzien sind. Eine Auflage die ersehnte Befreiung vom Makel, vom Wunsche, zu erlangen.
Doch als Funktion im beiderseitigem Verhältnis ist eben derselben, die ungeheuerste Macht eingepflanzt. Schließlich, solang die Liebenden sich nicht entwickeln, sind sie voneinander abhängig und kontrollieren sich gegenseitig. Dies ist's auch, was Menschen dazu drängt ihre Liebe einzukerkern in die dichtesten Feste. Sie stagnieren, wahrscheinlich ist ihnen daran auch gelegen, doch damit müssen sie den Status Quo behüten. Denn: entwickelt sich der Partner ist's aus mit aller Freiheit vom Makel.
Ist mir, mein Liebster, fortan auch jenes ein Übel? Irre ich mich? Ich hoffe auf baldige Nachricht deiner.

Autor: ein Konfident

Nun, da mir die Publikation gestattet,
und benötigte Ereignisse eingetreten,
welche vielmehr wie fortwährend
- in Ansehung der Zukunft - notwendigste Prämissen,
muss ich jenen Brief der mulitperspektiven Anschauung aussetzen.
Kurz um: Was ist euer Denken?
Fortan lediglich nach der Modalität der Notwendigkeit.

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Re: Was ist alle Herzenswärme?

Beitragvon Interceptor » So 6. Jun 2010, 09:24

Herzenswärme und Liebe sind nur Ausgleich für gewisse Mangelerscheinungen?

Es kann so sein, muss aber nicht immer der Fall sein. Schopenhauer hat die Bedingung dafür selbst geliefert:

Des andren Menschen Wert obliegt der Funktion, die ihm eingeschrieben.


Das kann man als ersten groben Ansatz so stehen lassen. Aber es gibt zugegeben wenige Menschen, die über das ihm Eingeschriebene hinauswachsen.

Schopenhauer war ein von Frauen und von der Liebe enttäuschter Mann. Sein Fehler lag darin, sich in Frauen zu verlieben, die nicht zu ihm passten. Es mangelte ihm offenbar an Urteilskraft. Auch zu seiner Zeit gab es schon Frauen die mehr im Sinn hatten als Gefallsucht und Aefferei.

Eine Partnerschaft kann im günstigen Fall tatsächlich zu profunder Gemeinsamkeit führen. Dies setzt aber voraus, dass ein gemeinsames Ziel besteht. Entwicklung ist auch für eine Partnerschaft wichtig nicht nur für das Individuum.

In dieser Welt ist vieles defizitär und vulgär, diese Erkenntnis verschafft sich jeder, der ein bißchen beobachten kann, selbst. Die Konsequenz, die der einzelne zieht, kann sehr verschieden sein.

Ich halte es mit Horaz der schrieb: "Ich hasse den gemeinen Pöbel und meide ihn."
Darüber hinaus schmiede ich mein Glück selbst.

Ich finde diese Erkenntnisse nicht so brisant, dass man zur Veröffentlichung einen Konfidenten braucht.
„Zwischenmenschliche Beziehungen sind "mit Abstand" die besten.”

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Re: Was ist alle Herzenswärme?

Beitragvon Dauragon » Sa 19. Jun 2010, 15:41

@ Interceptor

Zuvorderst, entschuldige meinen ungalanten Verzug.

Sein Fehler lag darin, sich in Frauen zu verlieben, die nicht zu ihm passten.


Es ist wider meines Geschmackes eine Schuldfrage zu erörtern, welche, insofern man sich einiger kausaler Anschauungen bedient, sich selbst denunziert, indem augenscheinlich ein unendlicher Regress daraus resultiert. Denn: ein solcher kann nicht als Begründung anerkannt werden.

Schopenhauer war ein von Frauen und von der Liebe enttäuschter Mann.


Der Ton macht die Musik.

Innerhalb kommunikativer Unternehmungen, die zum Scheitern verurteilt, fällt dieses gehaltlose Sprichwort inflationär,
damit zumindest der Kleingeist noch eine Rechtfertigung besitzt, um den wahrhaften Sinn des Gesprochenen zu ignorieren.
Denn: was wär die Welt, wenn zuweilen auf das Wort mehr gehört als auf Ton?

Dasselbe ist's mit der Biographie.

Es mangelte ihm offenbar an Urteilskraft.


Ich bin gegen alle Feindlichkeit entgegen philosophischen Theorien positiv gestimmt, jedoch den Scharfsinn desselben anzuzweifeln, offenbart einen eklatanten Mangel an Respekt gegenüber dem Feinde.

Herzenswärme und Liebe sind nur Ausgleich für gewisse Mangelerscheinungen?

Es kann so sein, muss aber nicht immer der Fall sein. Schopenhauer hat die Bedingung dafür selbst geliefert:

Des andren Menschen Wert obliegt der Funktion, die ihm eingeschrieben.


Das kann man als ersten groben Ansatz so stehen lassen.


Nun, alle Mühe meines Freundes galt einer Reduzierung zum Gemeinen, dass immanent dem Begriff eingeschrieben, sodass derselbe eine Definition für dasselbe gewinnt. Wenn seine Ausführungen auch durchdrungen von Solennität, so ist ihnen dennoch alle Logik gegeben, weshalb einiges deinerseits einer Erklärung bedarf.

Du erwähnst, dass die Bedingung, die innerhalb seines Essay bereits Prämisse, welche er setzt, lediglich der Modalität der Möglichkeit einzuordnen ist, demzufolge entnimmst du sie zu gewissem Grade der Modalität der Wirklichkeit, zum ganzheitlichen jedoch der der Notwendigkeit. Nun, da dies festgehalten, bitte ich um einige Beispiele, die deinen Gedanken untermauern, und nicht auf eben einen Mangel zurückzuführen sind.

Bezüglich des "andren Menschen Wert obliegt der Funktion, die ihm eingeschrieben" ist festzuhalten, dass dasselbe keinen "groben Ansatz", sondern die Abstraktion seines analytisch-synthetischen Prozesses, namentlich das Gemeine, dessen er habhaft werden wollt, darstellt.

Eine Partnerschaft kann im günstigen Fall tatsächlich zu profunder Gemeinsamkeit führen. Dies setzt aber voraus, dass ein gemeinsames Ziel besteht.


Dies ist fortwährend der einzige Fall.

Sowohl der eine als auch der andere Partner sind lediglich an dem Erhalt ihres Ausgleichs interessiert. In Konsequenz folgt, dass unbewusst beide einem gemeinsamen Ziel nacheifern, obschon individuelle Motive latent demselben ihre Dynamik verleihen.

Entwicklung ist auch für eine Partnerschaft wichtig nicht nur für das Individuum.


Eine allseits beliebte Floskel, doch, insofern wir um eine gemeinsame Abstraktion bemüht, sag, welcher Methodik, die einer Verallgemeinerung genügt, bedient sich deine - allzuweilen noch banal formulierte - Entwicklung?

Um den grundsätzlichen Mangel durch den jeweiligen Partner weiterhin ausgeglichen zu wissen, ist eine Entwicklung der Beziehung notwendig, also namentlich ein Kompromiss, der den Zwang zur Entwicklung nach dem Partner bedeutet. Demzufolge basiert die Entwicklung desselben lediglich auf Furcht, die der jeweils andere Partner dem anderen durch seine eigene geistige Evolution vermittelt.

Ich finde diese Erkenntnisse nicht so brisant, dass man zur Veröffentlichung einen Konfidenten braucht.


Entschuldige, jedoch muss ich den ethischen Statuten Folge leisten, um mich keines geistigen Diebstahles schuldig zu machen.
Fortan lediglich nach der Modalität der Notwendigkeit.

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Re: Was ist alle Herzenswärme?

Beitragvon Interceptor » Sa 19. Jun 2010, 16:40

Ich erörtere keine Schuldfragen.

Ob hier der Fall der Selbstdenunzierung vorliegt, kann man nicht mit Bestimmtheit sagen es wird lediglich postuliert. Der Beleg fehlt. Ob die Akzeptanz eines Arguments Relevanz hat, ist eine Funktion der Position.

Eine Aussage zum gehaltlosen Sprichwort zu degradieren ist ein typisches Beispiel Schopenhauerscher Kunstgriffe. Sinn ist es, vom Gehaltvollen abzulenken und die Konzentration auf Nebenschauplätze zu führen. Letztlich bleibt es ein Zeichen für Verletzbarkeit.

Schopenhauer ist kein Feind. Er ist tot. Möglich das jene, die sich seiner Instrumente bedienen, Feinde sind. Den Feind unterschätzen darf man natürlich nicht; das wäre wiederum ein Mangel an Urteilskraft.

Logik ist nicht die ultima ratio und zum anderen war Dein Freund wie alle Menschen ein Gefangener seiner Paradigmen. Hätte er sich daraus befreit, hätte er keinen Grund für Klagelieder. Er ist aber den einfachen Weg gegangen, woraus ich meine eigenen Folgerungen ziehe.

Entwicklung ist eine fundamentale Eigenschaft der Natur. Das Individuum kann das ignorieren, aber diese Haltung wird es nicht weiterbringen. Gerade weil es Schopenhauer nicht gelang, seine Paradigmen zu überwinden hat er seine allseits bekannten Kunstgriffe ersonnen. So musste er sich geistig nicht bewegen. Vielmehr war er ein Flüchtling.

Er fand sehr viel in seinem Leben, die Frage ist ob er unter den von ihm geschaffenen Umständen auch Erfüllung fand.

Übrigens: Niemand wird unseren Disput schätzen, auch wenn er dazu geeignet ist, beständig die Werkzeuge zu schärfen.

Und wie hältst Du es? Gilt Dein Streben dem Gehaltvollen oder Übung?
Zuletzt geändert von Interceptor am So 20. Jun 2010, 13:25, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Was ist alle Herzenswärme?

Beitragvon Dauragon » So 20. Jun 2010, 08:59

@ Interceptor

Eine Aussage zum gehaltlosen Sprichwort zu degradieren ist ein typisches Beispiel Schopenhauerscher Kunstgriffe. Sinn ist es, vom Gehaltvollen abzulenken und die Konzentration auf Nebenschauplätze zu führen. Letztlich bleibt es ein Zeichen für Verletzbarkeit.


Eristische Dialektik...

Ist's nicht vielmehr dergestalt, dass du die Konzentration potenzieller Rezipienten auf einen Nebenschauplatz lenkst, namentlich den der Eristischen Dialektik, indem du mir ein indirektes Argument insimulierst, welches lediglich zugunsten der Diffamierung des Autors taugt und den augenscheinlich objektiven Charakter, somit den Gehalt, meiner Argumentation unberührt lässt? Warum - als weiterführende Frage - hast du nicht allein auf meine Frage geantwortet?

Logik ist nicht die ultima ratio und zum anderen war Dein Freund wie alle Menschen ein Gefangener seiner Paradigmen. Hätte er sich daraus befreit, hätte er keinen Grund für Klagelieder. Er ist aber den einfachen Weg gegangen, woraus ich meine eigenen Folgerungen ziehe.


Mein Freund ambierte nach einer neueren Definition, welche ihm das Phänomen der Liebe hinreichend erklärt, sodass keinerlei Widersprüche innerhalb derselben existieren; er ambierte nach einem allgemeinen Gesetz. Insofern das Streben nach Aufklärung, nach Aufhellung und die Maxime von Kant: "Wage zu denken" ein Übel sei, ist er, in der Tat, ein allzu übler Charakter, der gescholten gehört.

Entwicklung ist eine fundamentale Eigenschaft der Natur. Das Individuum kann das ignorieren, aber diese Haltung wird es nicht weiterbringen.


Auch ich kenne Charles Robert Darwin, danke.

Gerade weil es Schopenhauer nicht gelang, seine Paradigmen zu überwinden hat er seine allseits bekannten Kunstgriffe ersonnen. So musste er sich geistig nicht bewegen. Vielmehr war er ein Flüchtling.


Ein Flüchtling? Der Vater des Pessimismus schlechthin? Ein Mann dem stets etwas Dunkles düsterte hinter jeder noch so alturistischen Gegebenheit ein Flüchtling?

Übrigens: Niemand wird unseren Disput schätzen, auch wenn er dazu geeignet ist, beständig die Werkzeuge zu schärfen.

Und wie hältst Du es? Gilt Dein Streben dem Gehaltvollen oder Übung?


Fortwährend diese eristische Dialektik...

Bezüglich letzterem: Übung.
Fortan lediglich nach der Modalität der Notwendigkeit.

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Re: Was ist alle Herzenswärme?

Beitragvon Interceptor » So 20. Jun 2010, 10:00

Übung, das dachte ich mir nachdem ich Deinen gestrigen Beitrag las. Nun verzeih, dass ich daran kein Interesse habe. Das Gehaltvolle ist mir lieber, statt den Geist künstlich zu spalten.

Mein Name ist nicht Hegel, vielmehr bin ich rothaarig und blauäugig. Was meinen Geist beflügelt entzifferst Du nicht.

Lebe Deine Wahrheit. Ich hoffe, Dich trotz allem im nächsten Zeitkreis wohlbehalten wiederzusehen.
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Re: Was ist alle Herzenswärme?

Beitragvon Dauragon » So 20. Jun 2010, 11:50

@ Interceptor

Übung, das dachte ich mir nachdem ich Deinen gestrigen Beitrag las. Nun verzeih, dass ich daran kein Interesse habe. Das Gehaltvolle ist mir lieber, statt den Geist künstlich zu spalten.


Ich ahnte, dass dies deine Antwort sein würde. Nun, es war auch ein Offensichtliches...

Es ist interessant, dass du das Gehaltvolle abschätzig mithilfe eines "oder" von der Übung abtrennst, als seien jene zwei Dinge einander wesensfremd, disjunkt von der größeren Menge der Weisheit. Man übt, man übt sich alle Tage mehr darin zu lernen, zu entwickeln, zum Gehaltvollen zu finden.

Ist's nicht Übung, welches ein Kleinkind das Gehen lehrt, das Schwimmen, das Lesen, das Schreiben, Rechnen und dergestalt mehr, um dem Gehaltvollen entgegen zu ambieren?

Was meinen Geist beflügelt entzifferst Du nicht.


Fürwahr, jedoch durfte ich das Gegenteil erfahren.

Lebe Deine Wahrheit.


Gewiss, in aller Andacht an man Frage, die ich Eingangs gestellt: Was ist alle Herzenswärme?

Ich hoffe, Dich trotz allem im nächsten Zeitkreis wohlbehalten wiederzusehen.


Auch meinerseits alle Hochachtung.
Fortan lediglich nach der Modalität der Notwendigkeit.

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Re: Was ist alle Herzenswärme?

Beitragvon Interceptor » So 20. Jun 2010, 12:03

Ja, ich habe mir gedacht, dass Du beleidigt bist, weil ich Dein Spiel erkannt habe und es nicht spielen will. Schopenhauer hat eben gerne geschmollt.

Mein Name ist nicht Hegel, vielmehr bin ich rothaarig und blauäugig.


Ich wußte, das es zu schwer für Dich ist, diesen Satz zu entziffern. Deine Paradigmen hindern Dich daran.

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Re: Was ist alle Herzenswärme?

Beitragvon Dauragon » So 20. Jun 2010, 19:22

@ Interceptor

Fürwahr, ich bekenne meine Unwissenheit über diesen Satz, desto mehr jedoch bin ich an demselben interessiert und hoffe, dass du mich diesbezüglich erhellst als auch über mein mich hinderndes Paradigma. Insofern mein Denken dergestalt eine Monotonie aufweist, dass es mich hindert, will ich gern alle Fehler einräumen und lernen.
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Re: Was ist alle Herzenswärme?

Beitragvon Interceptor » So 20. Jun 2010, 19:52

Da mein Name nicht Hegel ist, bin ich kein erklärter Feind Schopenhauers.

Schopenhauer erfand die Kunst, bei Disputen immer Recht zu behalten - unabhängig von den Fakten. Aber das muss ich Dir sicher nicht erzählen. Ebenso weißt Du das er sich gerne der Dialektik bedient hat. Dieses Spiel bringt mir keinen Gewinn, also spiele ich es nicht.

Die Dialektik ist verderblich, weil sie den Geist künstlich spaltet; dabei ist der Geist das einzig Unpolare.

Dein Paradigma besteht darin, dass Dein Geist zu einem Pol neigt wider seiner Natur.

Fehlerhaft bist Du nicht; Deine Welt ist so wie sie Dir im Moment nützt. Keiner von uns beiden ist defizitär.

Rothaarig und blauäugig bedeutet, dass ich die künstliche Polarisierung des Geistes ablehne. Wo dieser Schatz zu heben ist, kann nicht dirket beantwortet werden.

Einen Hinweis kann ich Dir geben. Erforsche wo Seth den Abel erschlug.
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Re: Was ist alle Herzenswärme?

Beitragvon Sarai » Di 22. Jun 2010, 17:37

Ich finde es ziemlich schwachsinnig mit dem Kopf, vor allem dem philosophischen destruktiven, etwas zu definieren, was seinen Ursprung, seine Entwicklung und sein Dasein ganz woanders hat.

Aber gut, das Thema ist scheinbar eh beendet. Denn es auf so eine Art zu diskutieren oder zu beschreiben kann nur ins Leere führen.

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Re: Was ist alle Herzenswärme?

Beitragvon Dauragon » Mi 23. Jun 2010, 18:09

@ Sarai

Ich finde es ziemlich schwachsinnig mit dem Kopf, vor allem dem philosophischen destruktiven, etwas zu definieren, was seinen Ursprung, seine Entwicklung und sein Dasein ganz woanders hat.


Nun, scheue dich nicht den vermeintlich wahren Ursprung mit uns zu teilen.

@ Interceptor

Die Dialektik ist verderblich, weil sie den Geist künstlich spaltet; dabei ist der Geist das einzig Unpolare.


Soweit mir bekannt, dient die Dialektik der Synthese von These und Antithese, welche in der Philosophie bereits in der Antike angewendet wurde, obschon die Eristik den Sophisten bzw. Schloastikern vorbehalten blieb als auch diente sie Hegel wie anderen Philosophen zur Beweisführung ihrer Systeme, weswegen ich dieselbe nicht als verderblich erachten kann.

Eine künstliche Spaltung des Geistes betrachte ich als insofern nicht möglich, da derselbe kein Absolutes darstellt und folglich nicht losgelöst angeschaut werden kann. Er ist, in Anbetracht seiner gesamten Totalität, in kontinuierlicher Kohärenz mit der Natur, der sich fortwährend ändernden Materie, die einen Einfluss auf denselben ausübt, sodass dieser, um dem Menschen eine gesicherte Entwicklung zu gewährleisten, stetig schwankt. Punktum, die Polarität, der Zwist zwischen den Bestandteilen und die zeitweilige Vorherrschaft eines Partikels des Geistes ist der natürlichste Zustand, welcher an sich ist.
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Re: Was ist alle Herzenswärme?

Beitragvon Interceptor » Mi 23. Jun 2010, 21:21

Köder.

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Re: Was ist alle Herzenswärme?

Beitragvon Sarai » Sa 26. Jun 2010, 16:32

Dauragon hat geschrieben:@ Sarai

Ich finde es ziemlich schwachsinnig mit dem Kopf, vor allem dem philosophischen destruktiven, etwas zu definieren, was seinen Ursprung, seine Entwicklung und sein Dasein ganz woanders hat.


Nun, scheue dich nicht den vermeintlich wahren Ursprung mit uns zu teilen.


Vermeintlich ist gut. o.O
Und dass ich die absolute "Wahrheit" weiß hab ich nie behauptet. Sie aber mit dem Kopf zu finden, weiß ich, ist Blödsinn.

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Re: Was ist alle Herzenswärme?

Beitragvon Dauragon » So 27. Jun 2010, 10:42

@ Sarai

Und dass ich die absolute "Wahrheit" weiß hab ich nie behauptet.


Ich behauptete dergleichen ebenso wenig; lediglich forderte ich deine These.

Sie aber mit dem Kopf zu finden, weiß ich, ist Blödsinn.


Dergestalt, und gesetzt, dass an demselben wahrhaftig so ist, muss folgernd geschlossen werden, dass sämtlicher Zustrom, welchen die Psychologie gewann, insofern diese als Wissenschaft und in Konsequenz als objektiv wie gemein gilt, lediglich "Blödsinn" ist.

Aber gut, warum sollt es Blödsinn sein?
Fortan lediglich nach der Modalität der Notwendigkeit.

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Re: Was ist alle Herzenswärme?

Beitragvon SirBenson » Mo 20. Dez 2010, 19:39

Sarai hat geschrieben:Vermeintlich ist gut. o.O
Und dass ich die absolute "Wahrheit" weiß hab ich nie behauptet. Sie aber mit dem Kopf zu finden, weiß ich, ist Blödsinn.

Du deklarierst also, in Ermangelung des Wissens um eine vollständige Wahrheit, von der Du aber, dem Ausschlussverfahren ähnlich, weißt, wo sie nicht zu finden ist, zumindest die Tatsache als absolut, ihren Ursprung zu kennen, auf welchen Du jedoch nicht näher eingehst.

Ich nehme mich des Köders an und formuliere meinen primären Gedanken zu dieser Thematik in einer banalen Frage:

Inwiefern, glaubst du, adaptieren sich die Begebenheiten, wenn sich eines der beiden oder auch beide Individuen, bis zu ihrem Aufeinandertreffen eines Mangels überhaupt nicht bewusst waren ?
Gesetzt, man gehe davon aus, der Mangel hätte stets bestanden, unabhängig davon, ob ihn eines der beiden Individuen realisiert hätte.

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Re: Was ist alle Herzenswärme?

Beitragvon Sarai » Sa 3. Dez 2011, 22:26

Immer dieses geschwollene Geschreibsel *amüsiert*

Keine Sorge, ich nehme eure Beiträge auch ernst, wenn ihr sie umgangssprachlich formuliert und euch mal endlich so geben würdet wie ihr seid.
Wie auch immer, ich führe lieber Diskussionen mit Menschen die Erfahrungswert haben und nicht durch ihre "Belesenheit" der Meinung sind, sich Prosa-ähnlich und hochgestochen ausdrücken zu müssen. ;)
Vielleicht geht diese pubertäre Phase vorbei und ihr findet eure charakterliche Festigung im "Erwachsen-sein" und nicht "Erwachsen-sein-wollen".
Huch, ist das alles angespannt und nervtötend hier.

Greetz.

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Re: Was ist alle Herzenswärme?

Beitragvon SirBenson » So 18. Dez 2011, 20:54

Sarai hat geschrieben:Immer dieses geschwollene Geschreibsel *amüsiert*
Keine Sorge, ich nehme eure Beiträge auch ernst, wenn ihr sie umgangssprachlich formuliert und euch mal endlich so geben würdet wie ihr seid.

Ich hege einerseits Zweifel daran, dass du dich tatsächlich so gibst, wie du bist und andererseits glaube ich, ein ziemlich schlüssiges Bild von dem zu haben, das du zu sein versuchst.
Dieses Forum ist, so wie die meisten, ein Sammelplatz unterschiedlicher Persönlichkeiten und ich gehe davon aus, dass die hier dargestellten Charaktere stets eine Mischung aus Gewolltem und Tatsächlichem sind.
Das Schaffen einer solchen Mischpersönlichkeit wird ganz einfach von der Anonymität begünstigt, der sich jeder hier mehr oder minder erfreut. Du übrigens auch. Genauso wie sie, er und Ich.

Den Dialog abzulehnen steht dir selbstverständlich frei, die Form, welcher du dich dabei bedienst macht allerdings einen Unterschied.
Dein Schweigen suggerierte, du hättest für dich die Entscheidung getroffen, den Dialog zu beenden, was natürlich zu respektieren ist.
Jedoch nach Monaten den Dialog wieder aufzunehmen, mit der Stellungnahme, den Dialog nicht weiterzuführen, erscheint mir nicht besonders überlegt.

Man mag unsere Art zu formulieren oftmals für Arroganz missinterpretieren, jedoch kann ich mich an einzelne Diskussionen erinnern, in deren Rahmen Gesprächsteilnehmer uns darum baten, z.B. das letzte posting nocheinmal etwas unverworrener zu formulieren und soweit ich mich errinnern kann, ist keiner von uns eine Antwort schuldig geblieben, dafür ist unser Interesse am Dialog oder vielmehr am Diskurs und da wird mir möglicherweise Interceptor zustimmen, zu groß.

Arrogant ist es vielmehr, Halbgedachtes umher zu schleudern und mit gerümpfter Nase bzw. pikiert zu reagieren, wenn man dabei ertappt wird.

Sarai hat geschrieben:Wie auch immer, ich führe lieber Diskussionen mit Menschen die Erfahrungswert haben und nicht durch ihre "Belesenheit" der Meinung sind, sich Prosa-ähnlich und hochgestochen ausdrücken zu müssen. ;)

Wenn dir unser Spiel nicht gefällt, gut, es zwingt dich niemand zum Mitspielen.
Meine Erfahrung jedoch, sagt mir, dass du eigentlich nur rummuffelst, weil du die Regeln nicht verstehst und zu stolz bist um zu fragen.
Jegliche Fehlinterpretation behalte ich mir selbstverständlich vor.

Sarai hat geschrieben:Vielleicht geht diese pubertäre Phase vorbei und ihr findet eure charakterliche Festigung im "Erwachsen-sein" und nicht "Erwachsen-sein-wollen".

Es bleibt wohl nur zu hoffen.

Sarai hat geschrieben:Huch, ist das alles angespannt und nervtötend hier.

Hm, ich tue mich schwer das so zu empfinden. Es scheint, als wäre dein Stress hausgemacht.

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Re: Was ist alle Herzenswärme?

Beitragvon Dauragon » Mi 1. Feb 2012, 16:04

@ Sir_Benson

Inwiefern, glaubst du, adaptieren sich die Begebenheiten, wenn sich eines der beiden oder auch beide Individuen, bis zu ihrem Aufeinandertreffen eines Mangels überhaupt nicht bewusst waren ?


Obgleich genügend Zeit verstrichen, die zur Anhebung einer Antwort nötig,
stunde mir nochmals, so Dir beliebt, etwas derselben,
und lass mich fragen, ob Du jenen Begriff "Begebenheit" spezifizieren könntest?
Fortan lediglich nach der Modalität der Notwendigkeit.

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Re: Was ist alle Herzenswärme?

Beitragvon SirBenson » Sa 7. Apr 2012, 18:11

Dauragon hat geschrieben:Obgleich genügend Zeit verstrichen, die zur Anhebung einer Antwort nötig,
stunde mir nochmals, so Dir beliebt, etwas derselben,
und lass mich fragen, ob Du jenen Begriff "Begebenheit" spezifizieren könntest?


Die Bewertung einer Sache kann im Fokus geschehen, lässt man allerdings die variablen Rahmenbedingungen außer Acht, so läuft man Gefahr, vom Fokussieren zu einer einseitigen Art der Betrachtung zu gelangen.
Sagen wir, ich suchte deinen Blick auf die Parametrie, welche den Begriff und alles mit ihm assoziierte umgibt, zu lenken.

Es scheint mir, als nutzen wir oft der Worte viele, um von einem einseitigen oder vorbelasteten Blickwinkel abzulenken.


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