Growlanser Heritage of War

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Toremneon
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Growlanser Heritage of War

Beitragvon Toremneon » Mi 26. Mär 2014, 12:57

Tja da ich immer noch keine Next Gen Konsole habe, finde ich immer mal wieder RPGs für die PS2 die ich noch nicht kenne. Dabei handelt es sich meistens aber eher um die zweite Garde des Genres und Titel die man eigentlich nicht spielen würde. Umso besser aber das diese Spiele dadurch hier zu einem Review kommen!

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Titel: Growlanser Heritage of War
System: PlayStation 2
Genre: Japan RPG
Erscheinungsdatum: JP August 3, 2006; NA September 18, 2007; EU June 13, 2008
USK: 12+

Was einem sofort auffällt ist natürlich das Charakterdesign von Satoshi Urushihara aber keine Angst (oder falsche Hoffnungen) die Freigabe ab 12 ist durchaus berechtigt. Gerade durch so einen bekannten Namen aus der Animewelt wurde ich auf das Spiel aufmerksam.


- Story -
Ich weiss nicht wie es finden soll... Auf der einen Seite handelt es sich fast um einen Geniestreich! Man spielt erst die Vorgeschichte zur eigentlichen Story. Zwei Helden(Issac und Seldous) schaffen es dank einer antiken Waffe, die sie in einer Ruine finden den Krieg zwischen zwei Kontinenten zu beenden in dem sie einmal kräftig zwischen beide Armeen feuern und dabei auch etliche Menschen töten! Man sieht schon so wirklich schwarz weiss denken ist in dem Spiel nicht. Der eigentliche Auslöser für den Krieg ist jedoch die ständige Bedrohung durch sogenannte Screaper. Das sind schneckenartige Monster die aus dem Meer steigen um Menschen zu fressen. Eben durch diese verlieren die Menschen immer wieder ganze Städte und eben Boden zum Leben. Wenn der Raum enger wird, ist es eben mal schnell geschehen das man beim Nachbarn einmarschiert. Nun springt das Spiel mal einfach 20 Jahre und zeigt die Welt in einem brüchigen Zwangsfrieden. Issac und Seldous haben die PMB (Peace Maintenance Brigade) gegründet und versuchen zwischen den immer noch angespannten Parteien zu vermitteln. Wirklicher Frieden will sich nicht einstellen weil er eben nur erzwungen wurde und die große Kanone nach wie vor auf alle Länder zeigt die nur zucken und natürlich greifen die Screaper immer noch wahrlos an und somit ist das eigentliche Problem diese Welt nicht gelöst. Genau an der Stelle treten wir nun als Held auf und kämpfen gegen die Screaper, verfolgen Verschwörungen und kleine wie große Mauscheleien zwischen den Ländern und Fraktionen. Bis dahin ist es wirklich interessant. Leider wurde aus der guten Grundidee dann nichts wirklich gemacht und viele Charaktere sind typische japano Stereotype besonders nervt mich etwas Fanille. Sie ist die Wissenschaftlerin des Teams und damit auch das Brain. Kaum ist man dann aber aus ihrem Labor raus kann sie Westen nicht mehr von Osten unterscheiden, kennt nicht die Geschichte ihres eigene Landes(trotz der Tatsache das sie nur liest und Bücher direkt auswendig kann) und natürlich ist sie im sozialen Mitteinander eine vollkommene Null. Klar in Japan ticken die Frauenrollen anders aber wäre es denn wirklich so schlimm solche Charaktere mal nicht nach 0815 zu zeichnen.

- Grafik -

Wie schon gesagt sind alle Charas von Satoshi Urushihara gezeichnet. Die Qualität dort steht ausser Frage! Auch finden sich hin und wieder kleine Animesequenzen die sehr schön anzuschauen sind. Hier mal ein Trailer falls sich das mal jemand ansehen will: http://www.youtube.com/watch?v=x2_zijVAHRY
Die Hintergründe sind fest gerendert daher sehen die auch nicht schlecht aus. Die Figuren selbst sind aber eher Polygon Matsch auf hohem PS1 Niveau. Da hätte man aus der PS2 durchaus mehr rausholen können.


- Sound -

Was die Musik im Spiel angeht ist diese eigentlich immer sehr stimmig. Unterschiedliche Regionen werden ansprechend vertont und man wird eigentlich nie wirklich auf die Musik aufmerksam, was dafür spricht, dass dort ein guter Job gemacht wurde. Auf der anderen Seite: Man wird nie wirklich auf die Musik aufmerskam, im Sinne von da muss ich jetzt aber mal hinhören und den Kontroller zu Seite legen.
Die Sprachausgabe ist in Englisch und es sind wirklich sehr viele Dialoge vertont und das auch in einer sehr hohen Qualität. Die Stimmen passen zu den Figuren Emotionen und Stimmungen der Szenen werden durch sie gut wieder gespiegelt und getragen. Das macht aber die Flachheit einigen Figuren nicht wieder gut...

- Gameplay -

Es gibt keine Weltkarte über die man sich bewegen kann sondern man geht immer von Ort zu Ort. Zwischen den Städten kommt es zu kämpfen denen man aber auch leicht aus dem Weg gehen kann, in den Städten kann man mit der Bevölkerung fraternisieren, Rüstungen, Waffen und andere Items kaufen. Meistens ist auch hier die Vorgehensweise immer die gleiche entweder das Team teilt sich auf um Informationen zu suchen oder man betritt einen Ort und ein NPC schreit SCREAPER!!!!! und man kämpft. Meistens kommen beide Varianten miteinander vor... was da Spiel dann sehr absehrbar und eintönig macht. Hier wird wieder viel der von der Guten Idee verschwendet. Ausserdem wurden wohl eben aus solchen Gameplay technischen Gründen ALLE Ansiedlungen dicht ans Wasser gebaut wo Screaper angriffe immer und zu jeder Zeit erfolgen können. Wohingegen das Inland eigentlich nur aus Wald und Wiese besteht in der sich kleine Monster fröhlich tummeln. Da nimmt das Spiel seine eigenen Prämissen nicht wirklich ernst! Auch sind die meisten Dörfer nicht wirklich befestigt und die Screaper laufen einfach ungehindert mitten ins Geschehen.

- Kampfsystem -

Wenn die Screaper dann kommen, kommen sie meistens richtig! Gekämpft wird dann sehr einfach die Monster kommen auf die Map ihr zieht eure Waffen und haut drauf. Nach jeder Aktion habt ihr eine kleine Abklingzeit bis zur Nächsten. Um Zauber zu wirken müsste ihr je nach Stärkegrad des Zaubers(die ihr selbst wählen könnt, wenn ihr sie denn erlernt habt) mehrere Abklingzeiten investieren. Die Meisten kämpfe bestehen aus hinrennen und draufhauen. Jedoch wurde sich wirklich bemüht durch unterschiedliche Siegbedingungen oder Aufgaben während der Missionskämpfe Abwechslung zu erzeugen. Jedoch kommt es auch dort schnell zu Wiederholungen, Zivilisten vor Monstern schützen am Strand, Zivilisten vor Monster schützen auf einem Boot, Abzug der Zivilisten decken die einfach nicht von der Map wegrennen wollen, könnte ja noch was zu sehen geben und dann getötet werden damit die Mission failed... ARG!!!! Einige Kämpfe mitten drin sind sehr plötzlich sehr fordernt und man muss sehr gezielt den Figuren befehle erteilen aber das ist eher die Ausnahme auch hier wird einfach Potenzial verschwendet. Das Kampfstystem ist wenn man nur durchrennt und haut sehr flüssig wenn man aber gezielte Befehle erteilen muss sehr langwierig und zäh weil es eben keine schnelle Befehlsoberfläche gibt sondern man immer wieder ins Menü muss um einen Befehl zu erteilen. Ein weiteres Feature ist die sogenannte Knackplatte! Auf dieser lassen sich Skills (passive und aktive) in kleinen Slots anordnen und aufleveln. Die Slots sind verbunden und durch eben diese Verbindung fließen dann die Punkte um neue Stufen freizuschalten. Das sieht auf den ersten Blick sehr Komplex aus, ist es nämlich auch:
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Skills die nicht mehr im ausgewählten Punktefluss sind verlieren nämlich 50% ihres erreichten Levels. Sprich ich habe Cure bis Level 5 geskillt(Max) und will nun einen anderen Skill in einem anderen Zweig leveln, dann verliert cure 50% und landet auf lv 2. Die Skills sind aber akkumulativ!!! Sprich ich level einfach zweimal Cure auf lv 5 dann rechnet das Spiel lv5+ lv5 = lv10 - 50% macht Cure lv5. Das Maximallevel eines Skills ist 9 daher ergibt sich viel geschiebe und gerechne beim bauen des Skilltrees und wenn man da ein Fuchs ist kann man durch passive Fähigkeiten(+Hp oder sehr beliebt Hpregeneration) viel für seine Charas rausholen. Die Skills fürs Brett werden wiederrum durch das Tragen unterschiedlicher Waffen freigeschaltet.(kann also sein, das man am Ende des Spiels nochmal durch alle Läden rennt und die eine Waffe mit dein einen Skill suchen muss^^)

- Sonstiges und Feen -

Immer wieder fehlt es dem Spiel etwas an Liebe zum Detail wobei sich auf der anderen Seite bemüht wurde, das durch Nebentätigkeiten auszugleichen. Es gibt viele kleine Quests von NPCs die man finden und erledigen kann. Im Verlauf des Spiels schließt sich eine Fee dem Team an, zu diesem Moment noch etwas super seltenes, was niemand jemals gesehen hatte, so haben 5 min später alle eine Fee und halten mit diesen sogar Tuniere ab... ich will es nicht erklären aber ich muss... die Feen messen sich in allem!!!! Tanzen, Malen, Etikette, Cutness(KAWAII³!!!!!!) sowie Fluggeschick und Singen!!! Das kann eure Fee nicht. Also muss man sie Trainieren!!! Zu Eye of the Tiger geht es also ins Gym und man kann von Sport bis Meditation alles machen um der Feen Stats zu steigern, dadurch lernt sie neue Fähigkeiten und kann auch weitere Fortschritte im Training machen.(besseres Flugmanöver für ihre Kür lernen) Doch die Fee lernt nicht nur im Trainingscenter sonder auch auf der harten Straße. An allen Ecken kann man Bilder finden um ihre zeichnerischen Fähigkeiten zu erhöhen, NPC die ihr neue Lieder beibringen oder auch mal einen Tanz. Hier wird wirklich GANZ tief in die Kliescheé Kiste geboxt aber es funktioniert!!!! Man rennt Extrarunden durchs halbe Spielgebiet weil man ein neues Lied gelernt hat und weiss man kann nun an Punkt C gehen weil man dort das Nächste lernt, um der höchnäsigen Konkurrenz der andern Feen dann beim Battle die Töne um die Ohren zu schmettern. Man durchsucht jedes Dorf und jeden NPC dreimal und findet wirklich hier und da noch kleine Extras, dass Ziel immer vor Augen: in 4 Dörfern der Champion zu werden um dann ins Finale nach Gailenach zu kommen um Yurii die dreimalige Feenchampionatinn zu schlagen!!!!!!!!!!!! "DU KANNST DIE BESTE SEIN, WIEEEE ES KEINEEEEE VOR DIRRRR WARRRRRR!!!!!!!!" YEAH!!!!!
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Wer jetzt denkt: das war es mit Extras liegt auch falsch!!!!!!! Man kann dem Sheris Fanclub beitreten und neue Mitglieder auf der ganzen Welt anwerben(dazu rennt man wieder durch alle Städte und redet mit jedem.) Dann gibt es noch ein Kolloseum in dem man sich in Schaukämpfen durchschlagen kann und ein Zusatzdungeon. Also falls man Fan von Nebenaufgaben ist da hat das Spiel echt alles!!!!

- Fazit -

Ich weiss einfach selbst nicht so recht, wie ich das Spiel finden soll. Das tolle Mangadesign macht es toll anzusehen. DIe Grundidee, da anzufangen wo andere Spiele aufhören(juhu wir haben Frieden erreicht!!!... haben wir?), Figuren und Handlungen die auf der einen Seite eben nicht schwarz/ weiss sind auf der anderen Seite totale Klischseés darstellen machen den Guten Ansatz teils wieder zu Nichte. Die stumpfen Kämpfe werden durch das ziemlich komplexe Skillsystem aufgewertet. Das Fremdschämen durch die Feencontests lässt sich genauso wenig unterdrücken wie der Spaß am Leveln und Suchen nach Kunst, Tanz und Gesangsfähigkeiten. Ich sage es mal so wer Japano Rollenspiele liebt, über Dummheiten der Charas lachen kann und Spaß am Kleingefussel von Nebenaufgaben hat kann sich das Spiel durchaus mal anschauen. Man braucht eine Weile um warm zu werden, genauso wie das Spiel selbst eine Weile braucht um in Gang zu kommen(lange, spielbare Vorgeschichte). Aber dann fängt man an die Charas zu mögen, die Fee nervt immer weniger und man hat echt spaß!

Graphik: 4/10
Sound: 8/10
Story: 8/10
Gameplay: 7/10

Gesamt: 27 / 4 = 7,75 (ich glaube, ich habe es hier objektiv etwas zu hoch bewertet aber mir hat es halt gefallen![bin aber auch noch nicht ganz durch])

Zusatz!!!!!!! (Kann wie alles hier Spoiler enthalten^^)
Wenn das Spiel ein Trinkspiel wäre:

Drink everytime some says:
-A you are the astute Fencer
- Krious mentions his dad
- Fanelle is clueless nevertheless she is a genius
- some one explains that Rockbein is no actual general
- Korin says "YEAH KRIOUS WHATS UP!!!!!"(oder sowas)
- Melvina tells a myth
- somebody expresses his "dislike" of the PMB
- Fairies chatting about who is the best
- NPC screams: "ARG Screaper!!!!"
- Atmonisher! is meantioned
In Suikoden we trust.

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