Verbot religiöser Symbole an Schulen

Für Diskussionen über Politik, Religion, Gesellschaft und andere Themen.

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Verbot religiöser Symbole an Schulen

Beitrag von Antimatzist »

Aygül Özkan, die neue niedersächsische Sozialministerin, hat es ja gefordert, aber wieder zurückgenommen: Das Verbot von Kreuzen und christlicher Symbolik an deutschen Schulen.

Was haltet ihr davon, religiöse Symbole an öffentlichen Schulen/Gebäuden zu entfernen?

Von mir gitbs ein klares PRO! Ich finde so einen Vorschlag genau richtig, finde einfach die Trennung von Staat und Religion sollte stärker durchgeführt werden. Wird doch in Frankreich oder selbst in der Türkei so praktiziert. Deutschland ist ja auch einer der wenigen westlichen Staaten, der sich auf Gott ins einer Verfassung beruft. Finde ich eigentlich unnötig, vor allem heutzutage, wo Religion für die meisten Menschen einen Stellenwert hat, der gegen Null tendiert.


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Alphonse Elric
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Re: Verbot religiöser Symbole an Schulen

Beitrag von Alphonse Elric »

Ich glaube, wenn das ein anderer Politiker gefordert hätte, wäre es auch zur Entfernung gekommen.
Es ist halt so das die Sozialministerin aus der Türkei stammt, und die Bürger ein falsches Bild davon kriegen, wenn es eine aus der Türkei stammende Politikerin fordert.

Welche Religion ist in der Türkei? ... Thats right!

Vor paar jahren gab es eine Diskussion über die kopftücher und nun die Entfernung von religiöse Symbolen von den Schulen und öff. Gebäude.
Vor ein paar Wochen forderte der türkische Präsident, das türkisch in deutschen schulen unterrichtet wird.

Es zwingt keiner die Menschen hier in Deutschland zu bleiben, Sie werden auch nicht gezwungen zurück zu gehen in die Türkei, aber es kommt eine Forderung nach der anderen.

Darum denke ich, ist die Politikerin nicht auf Zustimmung grad in ihrer Partei gestoßen.

Meine persönliche Meinung zu diesen Thema ist, entfernt die religiöse Gegenstände!
Ich sehe es wie Anti, die Religion hat in Deutschland für die meisten Menschen kein Wert.
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Shakugan no Shana

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Re: Verbot religiöser Symbole an Schulen

Beitrag von Antimatzist »

@Alhponse: Man muss fairerweise aber sagen, dass die Politikerin auch für ein Kopftuchverbot an Schulen ist, also die ist nicht ganz blöd ;)

Find die Ausrede der CDU aber, dass sie sich nochmal überlegen sollte, ob sie in einer CHRISTLICHEN Partei richtig sei, mehr als schal - wann hat die CDU denn bitte das letzte mal nach christlichen Maßstäben richtig gehandelt?
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Mein_Mukumuku
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Re: Verbot religiöser Symbole an Schulen

Beitrag von Mein_Mukumuku »

Hmm...

Es ist ja so, dass Deutschland eine christliche Kultur ist.
Ja das sind wir. Es stimmt also nicht ganz, dass Religion keine Rolle mehr in Deutschland spielt.
Sogar unser Rechtssystem sagt, dass Deutschland sich als christliche Kultur sieht.


Dem stimme ich zu.
Auch wenn Deutschland sich multikulturell entwickelt, so sollten unsere christlichen Werte unbedingt erhalten bleiben.
Gerade wenn es um die Frage geht, ob Kreuze oder andere christlich-religöse Symbole aus Schulen entfrent werden sollen,
sollte Deutschland sich auf diese religöse Prägung besinnen.

Ich finde daran auch nichts falsches. Ich bin jetzt kein religiöser Fanatiker oder auch nur im enterntesten religiös veranlagt.
Ich finde nur, dass die Religion schon ein Stützpfeiler unserer Gesellschaft ist. Jeder Gesellschaft.
Jede Gesellschaft ist irgendwie religiös geprägt und Deutschland ist eben christlich geprägt.

Ein Verbot von religiösen Symbolen in deutschen Schulen sollte meiner Meinung nach nicht durchgesetzt werden.
Ich finde den Gedanken daran schon verwerflich.

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Re: Verbot religiöser Symbole an Schulen

Beitrag von Antimatzist »

Aber es herrscht auch Religionsfreiheit in Deutschland, das heißt ja quasi, dass man von jeder Religion was aufhängen müsste, sonst wäre das ja im Prinzip eine Diskriminierung anderer Religionen. Und Leute, die sich dafür etscheiden, keiner Religion anzugehören, wäre ebenso vor den Kopf gestoßen.

Wieso gibt es denn Nichtrauchershcutzgesetze, aber keine Nichtgläubigerschutzgesetze? Stellts euch vor, an öffentlichen Bahnhöfen darf nur in bestimmten Bereichen geglaubt werden... :D
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Re: Verbot religiöser Symbole an Schulen

Beitrag von Mein_Mukumuku »

Sehr witzig :D

Es ist richtig, dass in Deutschland Religionsfreiheit herrscht.
Es gab sogar schon mal eine Diskusion über den Verbot von religiösen Symbolen.

Das wurde aber damals mit der Begründung abgelehnt, dass Deutschland eine christliche Nation ist und
dass das auch mit den Kreuzen in Schulen zum Ausdruck gebracht werden solle.

Kritiker meinten, dass die Kinder durch die Symbole geprägt werden und so in ihrer freien Religionsausübung eingeschränkt werden.
Darauf hieß es aber, dass die religiösen Symbole keine Zwangsmissionierung bewirken sollten.

Ich persönlich, wenn auch nicht sehr gläubig, denke, dass Religion wichtig ist. Nicht wegen den Glauben an sich, sonder weil die Werte und Moral sich weithin bewährt haben.
Jetzt sagen einige bestimmt: Ja toll und Hexenverbrennung oder die Kreuzzüge?
Das war meiner Meinung nach, dass was die Menschen aus der Religion gemacht haben und nicht das was es ist: Religion soll Ratschläge geben, keine Lebensweise darstellen.

Nun zum Punkt:
Warum sind christliche Symbole oder Religionsunterricht in Schulen so wichtig?
Nur dadaruch, kann man Kindern die Sache näher bringen.
Eigentlich sollte die Verantwortung bei den Eltern liegen.
Diese, so habe ich den Eindruck, kümmern sich aber nicht darum.

Sollte man das so akzeptieren?
Ich denke nein.
Wenn man alles religiöse aus der Schule entfernt, so lernen Kinder diese gar nicht kennen.
Und wenn man etwas nicht kennt, so interessiert man sich oft auch nicht dafür.
Als Kind nicht und als Erwachsener erst Recht nicht.

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Re: Verbot religiöser Symbole an Schulen

Beitrag von Alphonse Elric »

@anti

der erste absatz war eine zusammenfassung von mir, wie die meisten bürger wahrscheinlich denken über diese forderung und nicht meine persönliche meinung ;)

@mukumuku

Es herrscht in Deutschland Religionsfreiheit -> Jo
Deutschland ist ein christliche nation -> Jo

Aber dennoch... es gibt dafür auch spezielle Schulen ... wo die Kinder dort auch diese spezielle Werte lernen können. Und wenn man als Eltern das will, das mein Kind diese Werte gelehrt wird, würde ich mein Kind dann auch auf solch eine Schule schicken und nicht auf eine "normale" Schule.

Ich bin kein religiöser Mensch. Ich hatte nie in einer Schule ein religiöses Symbol gesehen, dennoch hatte ich die Möglichkeit (zu mindest in der Grundschule) am Religionsunterricht teilzunehmen.

Was nützen die Symbole, wenn man die Geschichte dahinter gar nicht kennt oder versteht? Darum würde ich Sie auf normalen Schulen entfernen lassen.

PS. hoffe hab nicht zu verwirrend geschrieben ... bin grad selber verwirrt >.<
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Shakugan no Shana

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Re: Verbot religiöser Symbole an Schulen

Beitrag von Antimatzist »

Gegen Religionsunterricht habe ich auch nichts, da meiner immer sehr gut war und nie "Glauben an sich" propagiert hat (obwohl ich bei ner Priesterin Unterricht hatte und selber ja nicht getauft bin!). Wär aber eher dafür, daraus das Fach "Ethik und Religion" zu machen.. weiß ja nich wie das an anderen Schulen ist/war.

Finde auch nicht, dass Deutschland eine christliche Nation ist. Klar herrschen hier christliche Grundsätze und Moralvorstellungen, aber das muss man ja nicht kommentarlos akzeptieren. Wenns danach ginge, sollte das Thema homosexueller Lebenspartnerschaften eigentlich gar nicht aufkommen, da das ja auch gegen christliche Moralvorstellungen widerspricht. Finde einfach, dass institutionalisierte Religionen überholt sind heutzutage.
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Mein_Mukumuku
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Re: Verbot religiöser Symbole an Schulen

Beitrag von Mein_Mukumuku »

Ahhh letzendlich bleibt das ja eine Meinungsangelegenheit :D

Ich will euch ja nicht überzeugen ;)
Da das Verbot auch wieder zur Sprache gekommen ist, scheint es ja auch so, dass man das Thema in der Politik auch noch mal diskutieren sollte.
Vielleicht hat sich die Welt und Deutschland auch so weit geändert, dass man Religion tatsächlich nicht mehr braucht.

Wer weiß. Ich bin mal gespannt wie das Thema weiter diskutiert wird :D

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Re: Verbot religiöser Symbole an Schulen

Beitrag von Interceptor »

Deutschland behauptet ein säkularer Staat zu sein; folglich haben religiöse Symbole nichts in staatlichen Einrichtungen zu suchen. Das gilt für sämtlich Religionen, Heilslehren oder die sich dafür halten.
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Re: Verbot religiöser Symbole an Schulen

Beitrag von Kyril »

Religiöse Symbole haben in Schulen nichts zu suchen. Ich halte dies für eine Beeinflussung der Kinder, die ich so nicht richtig finde. Den Heranwachsenden sollte man die Freiheit lassen, selbst zu entscheiden, ob und wenn welche Form der Religion man ausüben möchte.

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Re: Verbot religiöser Symbole an Schulen

Beitrag von Haruka von Falena »

Wenn man einer Religion Tür und Tor öffnet, könnte dies dazu führen, dass auch andere Glaubensgruppen im deutschen Volk eben dieses Recht für sich beanspruchen... Da wären dann die Korridore vollgestellt mit Buddhas, Kreuzen, Marien, Davidssternen, L. Ron Hubbards und was es nicht alles gibt... dann lieber gar nichts, so kann sich niemand benachteiligt fühlen.

Im Grunde bin ich ohnehin der Meinung, dass Glauben in einer Lehranstalt nichts zu suchen hat (abgesehen als sachlich bearbeitetes Thema in "Religions- und Ethik-Lehre" (ich bevorzuge diese Bezeichnung ^^), ebenso wie in einer Kirche nicht doziert werden sollte.
BÄMM!! headshot... voll ins knie...

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Re: Verbot religiöser Symbole an Schulen

Beitrag von Sarai »

Eine von Religion völlig abgetrennte Schule finde ich nicht nötig.
Zwar finde ich auch, dass man eine Schule nicht mit verschiedensten oder nur einem religiösen Symbol zupflastern sollte, allerdings sollte man die Schule, nur weil sie eine staatliche Institution ist, nicht komplett in dieser Sache außen vor lassen.
Grade in der Grundschule, aber auch den weiterführenden Schulen, hat diese Institution doch mit die Aufgabe der Erziehung und des Heranführens an eigene Wege, Ideen. Warum also nicht einen "wirklichen" Religionsunterricht anbieten? Ein Fach, das jede Religion doziert. Welche Feste werden in welcher Religion gefeiert und aus welchen historischen Hintergründen? Inwiefern haben Religionen was gemeinsam? Immer mit dem Antrieb Kindern Informationen und Erzählungen offen zu legen mit dem Ziel, dass die Kinder/Jugendlichen selbst entscheiden können, welche Religion sie am meisten anspricht, oder ob sie überhaupt an eine glauben möchten. Damit meine ich nicht, dass das Fach als Religionsfindung fungieren soll. Der Glaube an sich soll gar nicht im Vordergrund stehen. Aber die Fairness gegenüber jedem Glauben ihn kennen zu lernen.
In Grundschulen wäre das besonders sozial gesehen funktional.
Z.B. "Was esst ihr so am Zuckerfest? Magst du mal was für die Klasse mitbringen und selber darüber erzählen was es für dich bedeutet?"

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Re: Verbot religiöser Symbole an Schulen

Beitrag von Cookiemonster »

Zunächst sollte das angesprochene Gesetz nur für öffentliche Schule gelten.
Generell finde ich ein Verbot von Religion in Schulen aber dämlich. Sorry, dass ich es so entschieden sagen muss...
Die Freiheit der Rede und des Glaubens sind Grundrechte jedes Bürgers in Deutschland und deshalb unantastbar! Gerade in der Schule, die Kinder stark in der Entwicklung prägt, sollte sich jeder so geben und zeigen können, wie er/sie es für richtig hält. Wenn sich also ein moslimisches Mädchen mit Kopftuch so wohl fühlt, wieso will man es ihr dann weg nehmen? Dürfen christliche Kinder dann auch keine Ketten mit Kreuzen mehr tragen?

Ich kenne zudem keine öffentliche Schule in meiner Heimat, die einen Glauben propangiert. Religion hat oft auch etwas mit der einheimischen Kultur zutun. Ich finde es sehr beschämend, wenn man ausländischen Schülern z.B. ihre eigene Kultur verbietet, damit sie "deutsch" werden. Es sollte kein Prinzip der Gleichheit herrschen, sondern eher ein Austausch der Kulturen!

Gerade in Zeiten von religiösen Kriegen müssen die Menschen doch aufgeklärt werden. Ich war in meiner Kindheit mit vielen moslimischen Kindern befreundet und habe in ihren Familien viel über deren Glauben gelernt. Falls man diesen Austausch fördert, ist das doch viel besser als ein generelles Verbot.

Ich selber bin übrigens nicht gerade religiös... Allerdings verurteile ich auch niemanden, der an etwas glauben möchte. Jeder sollte das für sich selbst entscheiden dürfen, wie es unser Grundgesetz vorgibt. Das die Menschen durch Verbote gelenkt werden, ist außerdem ein Trend, den ich sehr kritisch sehe....
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Re: Verbot religiöser Symbole an Schulen

Beitrag von Interceptor »

@ Cookiemonster

Du zeichnest ein Idealbild. In der Regel ist es doch so, dass kaum ein Kind die freie Entscheidung hat, sondern man übernimmt kritiklos die religiösen Vorstellunegn von Mami und Papi und wenn nicht dann kann Junior was erleben.

In den Schulen werden nicht alle religiösen Vorstellunegn GLEICHERMASSEN gefördert; solange es keine Grundlage für eine freie Wahl gibt, sollte jede Beeinflussung vermieden werden.

Ich spreche aus eigener Erfahung, denn ich wollte kein Christ werden und wurde zwangsweise konfirmiert. Hätte ich es nicht getan, musste ich mit Repressalien von meiner eigenen Familie rechnen.
Resultat: Als ich alt genug war bin ich zum Amtsgericht und aus der Kirche ausgetreten.

Du kommst mit dem muslimischen Mädchen, dass unbedingt sein Kopftuch haben will. Und wie stehen die Chancen eines muslimischen Mädchens, dass weder Kopftuch, Familienehre etc. will?

Ganz einfach, wenn das muslimische Töchterchen sich nicht der patriarchalen Weltordnung unterwirft, wird sie von der Familie ausgestoßen und umgebracht.
„Zwischenmenschliche Beziehungen sind "mit Abstand" die besten.”

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Re: Verbot religiöser Symbole an Schulen

Beitrag von Cookiemonster »

Auf so eine Antwort hatte ich schon sehnsüchtig gewartet. :P
Interceptor hat geschrieben:Du zeichnest ein Idealbild. In der Regel ist es doch so, dass kaum ein Kind die freie Entscheidung hat, sondern man übernimmt kritiklos die religiösen Vorstellunegn von Mami und Papi und wenn nicht dann kann Junior was erleben.
Erstmal muss ich dir widersprechen, denn ich habe KEIN Idealbild gezeichnet. Ich habe meine eigenen Erfahrungen während der Schulzeit geschildert.
Die Behauptung, dass kaum ein Kind die freie Wahl hat, kann ich auch nicht einfach akzeptieren. Für Aussagen dieser Art fehlen leider die Beweise, die das belegen. Ich habe andere Erfahrungen gemacht, wie ich bereits in meinen Post beschrieben habe.
Interceptor hat geschrieben:In den Schulen werden nicht alle religiösen Vorstellunegn GLEICHERMASSEN gefördert; solange es keine Grundlage für eine freie Wahl gibt, sollte jede Beeinflussung vermieden werden.
Wie ich bereits sagte, gibt es keine öffentlichen Schulen, in denen ein bestimmter Glaube propangiert wird. Das ist nämlich bereits verboten. ;)
Ein Kreuz an der Wand oder ein religiöses Symbol beeinflusst auch Kinder nicht so stark, sodass sie sich sofort für z.B. die Taufe entscheiden. Dann müsste man auch Kirchen, Moscheen und Synagogen verbieten, da diese Gebäude Glaubenssymbole in der Öffentlichkeit darstellen und von jedem Kind gesehen werden können... >.>
Falls der Religionsunterricht der Dorn in deinem Auge ist, so muss ich auch hier Einspruch erheben!
Das Motiv dahinter ist die Aufklärungen und nicht das Missionieren. In der Regel lernen die Kinder in diesem Fach etwas über alle Religionen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf dem Christentum, da diese Religion nunmal in Deutschland am weitesten verbreitet ist. Ich finde es richtig und wichtig, dass die Kinder lernen worum es bei Religion geht, damit sie später auch z.B. politische/geschichtliche Vorgänge besser verstehen können.
Interceptor hat geschrieben:Ich spreche aus eigener Erfahung, denn ich wollte kein Christ werden und wurde zwangsweise konfirmiert. Hätte ich es nicht getan, musste ich mit Repressalien von meiner eigenen Familie rechnen.
Resultat: Als ich alt genug war bin ich zum Amtsgericht und aus der Kirche ausgetreten.
Natürlich ist so ein Verhalten der Eltern sehr gefährlich und falsch! Es tut mir leid, dass deine Eltern so waren und dich zu Dingen gezwungen haben, die du nicht wolltest. Bei mir war es nicht so und ich habe mich mit 14 selbst dazu entschlossen, mich taufen zu lassen. Bisher habe ich es nicht bereut, da unsere Gemeinde sehr aufgeschlossen ist und auch der Konfirmationsunterricht Raum für Kritik gelassen hat.
Allerdings gehe ich nie in die Kirche oder bete in meiner Freizeit. Ich lebe den Glauben so, wie ich es will. ;)
Interceptor hat geschrieben:Du kommst mit dem muslimischen Mädchen, dass unbedingt sein Kopftuch haben will. Und wie stehen die Chancen eines muslimischen Mädchens, dass weder Kopftuch, Familienehre etc. will?

Ganz einfach, wenn das muslimische Töchterchen sich nicht der patriarchalen Weltordnung unterwirft, wird sie von der Familie ausgestoßen und umgebracht.
So ein hausgemachter Blödsinn, den du jetzt schreibst. O_O
Ich weiß, dass ist gegen die Fori-Regeln, aber da kann ich nicht anders drauf reagieren!

Wenn ein Kind, wie du, von seinen Eltern zu einem Glauben gedrängt wird, dann kann die Schule da eh wenig unternehmen. Das in den Schulen dann ein Verbot von Kopftüchern herrscht, hilft dem "muslimischen Mädchen" zu Hause dann auch nicht weiter!
Es ging mir um die Freiheit es machen zu dürfen, weil sie es will und nicht weil sie es muss! Es gibt tatsächlich auch Menschen die Glauben wollen und dabei nicht extremistisch sind. Ich weiß jetzt nicht, wie viele z.B. türkische Familien du so kennst, aber ich kenne unter meinen Bekannten keine Fanatisten, die so leben, wie du es beschreibst.

Eben um solchen Vorurteilen vorzubeugen, sollte der Austausch der Religionen weiter gefördert werden...
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Re: Verbot religiöser Symbole an Schulen

Beitrag von Interceptor »

Vieleicht sind weder Deine noch meine Erfahrungen representativ. Falls ich Beweise schuldig bleibe; Du lieferst auch keine.

Nun meine Schulzeit ist eine Weile her; jedenfalls ist unser Lehrer mit uns in die kath. Kirche gegangen wo wir auf Jesulein eingeschworen wurden. Wenn das heute verboten ist; umso besser. Zu meiner Zeit hatte Religionsunterricht nix mit Aufklärung zu tun, eine Ausnahme war die gymnasiale Oberstufe. Da wurden nicht nur Fremdreligionen behandelt (wobei Fremdreligion schon eine Wertung ist) und Sartre gelesen.

Wenn Deine Gemeinde so kommunikativ ist, dann frag doch mal ob die über die verschiedenen Strömungen des Christentums etwas wissen; oder ob sie lediglich das paulinische Christentum kennen. Falls sie von den Katharern mal was gehört haben, ist deine Gemeinde wirklich weit.

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Wenn ein Kind wie ich zu einer bestimmten Konfession gedrängt wird, sollte der Staat das nicht auch noch begünstigen sondern es ist vielmehr die Pflicht des Staates einem jungen Menschen eine freie Entwicklung zu ermöglichen.

Ich weiss keinen Grund warum das Christentum vorgezogen werden sollte. Aber wenn ein Mensch 14 Jahre lang zu einem bestimmtem Weltbild geformt wurde, meinst Du dass die meisten dann noch andere Wege suchen?

Was die muslimischen Mädchen betrifft: Es gab in der Presse genug über Familinzwänge und Ehrenmorde zu lesen.

Und was das Totschlagargument Vorurteile angeht: Woher weisst Du, ob ich Türken kenne oder nicht?
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Re: Verbot religiöser Symbole an Schulen

Beitrag von Cookiemonster »

Sorry, aber ich verstehe nicht wohin diese Diskussion führen soll. ;)

Ich habe mich in meinem Post dagegen gewehrt, dass du mir ein Idealbild unterstellen wolltest. Zudem hatte ich bei deinen Aussagen das Gefühl, dass sie eben auf medialen und nicht eigenen Erfahrungen basieren.

Was allerdings deine Erfahrungen angeht, war es bei dir so und bei mir anders. So kommen wir eh auf keinen grünen Zweig.

Was die verschiedenen Ströhmungen des Christentums angeht, kann ich dir nicht genau sagen, ob mein Pastor sie kennt oder nicht. Ich lebe meinen Glauben ohne feste Konfessionen und glaube, wie ich es bereits geschrieben habe, was ich will. ;) Deshalb verstehe ich diese Aussage von dir nicht.

Ich weiß ja eben nicht, ob du türkische Familien kennst, oder nicht. Lies dir doch bitte nochmal den vorletzten Satz meines letzten Posts durch und dann wirst du verstehen, warum ich dein "Totschlagargument" einfach ignoriere. ;)

Und abschliessend zu dieser Diskussion:
Dem Staat ohne Beweise zu unterstellen, dass er Familien darin bestärkt Kinder in Glaubensrichtungen zu drängen, ist sehr fahrlässig. Mehr sage ich dazu nicht mehr.
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Re: Verbot religiöser Symbole an Schulen

Beitrag von Interceptor »

Du hast Recht, wir schweifen ab.

Meine Kernaussage ist die, dass ein sekularer Staat dafür sorgen soll, dass sich ein junger Mensch frei entwickeln kann. Mein Beispiel zeigt, dass der Staat mir dabei keine Hilfe war.

Im Idealfall kann sich ein Mensch frei entscheiden, so wie Du es konntest. Nach meiner Erfahrung ist das aber nicht die Regel.

Bei mir und bei Menschen meines Umfeldes hat der Staat versagt. Ich erlaube mir das zu sagen weil ich es erlebt habe. Weitere Beweise sind für mich nicht notwendig.

Zum Thema ob ich Türken kenne: Du hast mir einfach Vorurteile unterstellt, ohne zu wissen ob ich Türken kenne. Ich kenne Türken seit meiner Schulzeit bis heute.

Die folgende Aussage treffe ich ausschliesslich für mich ganz persönlich: Ein Glaube, dessen Wurzeln und Intentionen ich nicht genau kenne, hat keinen Wert.
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Sarai
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Re: Verbot religiöser Symbole an Schulen

Beitrag von Sarai »

Hat der Staat überhaupt genug Macht um da einzugreifen wo Gesellschaft; Eltern, Freunde Umwelt im Allgemeinen, versagt haben?
Hat die Schule an sich überhaupt EInfluss genug um einzugreifen, wo Kinder in der Entwicklung ihres freien Willens und Glaubens, gerade familiär, gehemmt werden?

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