Soul Nomad & The World Eaters - [PS2] - [6,5/10]

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Soul Nomad & The World Eaters - [PS2] - [6,5/10]

Beitragvon Toremneon » Mo 25. Apr 2011, 17:20

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Titel: Soul Nomad & The World Eaters
System: PlayStation 2
Genre: Tactic RPG
Erscheinungsdatum: JP 15 February 2007; NA 25 September 2007; EU 20 June 2008
USK: 12+

Das Spiel reiht sich in eine lange Serie von Tactic Spielen wie, Disgaea, La Pucelle: Tactics, Atelier Iris. Diese hängen so sehr durch ihre Story zusammen sondern eher durch die Federführung des Publishers. Doch was macht Soul Nomad aus diesen Spielen zu etwas besonderem?

- Story -
Das erste Interessante ist, dass euch das Spiel vor die Wahl stellt ob euer Protagonist männlich oder weiblich sein soll. Der Einfachheit halber wählen wir hier den männlichen Part und bezeichnen ihn als Revya(Spielvorgabe). So beginnt alles mit Revya und Danette, welche den Part der anhänglichen Jungendfreundin einnimmt, bei einem ihrer Trainingskämpfe. Es stellt sich heraus, dass heute der Tag ist an dem ihr eure Waffen erhaltet(vorher gab es nur trocken Übungen mit Holsschwertern) und als vollwertige kämpfende Mitglieder des Dorfes aufgenommen werdet. Nachdem Danette ihre Waffe hat seit ihr an der Reihe, leider wird euch keine Wahl gelassen und ihr müsst wohl oder übel zum Onyx Blade greifen. In diesem befindet sich jedoch der seit 200 Jahren eingeschlossene "Gig" ehemals Master of Death und nach eigenen Aussagen "hardest asskicker of the planet". Von nun an schlagen zwei Herzen in eurer Brust bzw. zwei Seelen. Gig ist eben der selbe der die sogenannten World Eater vor 200 Jahren anführte um die Welt zu zerstören, sei Ziel ist es nun euren Körper zu übernehmen während ihr darauf aus seit eben diese World Eater zu zerstören. Innere Konflikte sind Vorprogrammiert.


- Graphik -
Grafisch ist das Spiel keine Augenweide. Die Charaktere sind in einfachem Zeichenstil animiert und Textboxen hangeln sich von Bild zu Bild. Hier und da gibt es ein sehr schönes Bild wenn die Story einen höhe Punkt erreicht aber ansonsten stehen eure Charaktere auf der Weltkarte oder dem nächsten Schlachtfeld um dort einleitenden Dialoge zu führen.

- Sound -
Die Musik im Spiel ist an vielen stellen und vor allem im Kampf sehr nerviges Gedüddel. Wäre es nicht schade um die wirklich gute Synchronisation würde ich das Spiel nur gemutet empfehlen. Eben diese ist in englischer und japanischer Version verfügbar. Emotionen der Figuren werden wirklich rübergebracht und sind stimmig in allen Situationen. Es scheint was an Grafik gespart wurde, verwandt man direkt in der Sprachausgabe. Besonders Gigs bissige und zynische Kommentar sind ein wahres Fest. Er lässt keine Gelegenheit aus Danette zurecht zu weisen oder andere Mitstreiter zu beleidigen. Da viele Charaktere sehr stereotypisch sind ist es wohl eine gewollte Parodie das hier wirklich in alle Richtungen geschlagen wird.

- Gameplay -
Man bewegt sich klassisch auf einer Weltkarte von Punkt zu Punkt. Wälder, Dungeons und Städte warten auf Erkundung wobei letztere meist nur aus mehreren optionalen Gesprächsmöglichkeiten bestehen. Da man in Städten auch nicht einkaufen und handeln kann bestehen die meisten Besuche nur aus dem anklicken des Storyrelevanten Punktes und der entsprechenden Sequenze. Die meisten von diesen kann man auch noch im Vorfeld überspringen was dazu führt, dass man bei einem zweiten Durchspielen auf Wunsch nur noch die Storieeckpfeiler und die Kämpfe hat.

- Kampfsystem -
Wie schon gesagt kann man in den Städten keine Rüstungen oder Mitstreiter anheuern. Dennoch liegt in den Kämpfen die Stärke des Spiels. Durch eure Verschmelzung mit Gig stehen euch neue Fähigkeiten zur Verfügung. Ihr könnt nun Räume erschaffen auf denen ihr eure Figuren anordnet. Das Maximum hier ist ein Raum mit 3x3 Leerstellen. Zum Anfang stehen euch nur kleine Räume zur Verfügung in denen vielleicht 4-5 Einheiten platz finden, dies steigt jedoch mit fortschreitendem Spiel an. Es gibt die Front-, Mittel- und Hinterereihe, je nach Position können Figuren unterschiedliche Aktionen ausführen so können Heiler in der letzten Reihe positioniert die gesammte Einheit heilen, stehen sie jedoch in der Mittelreihe heilen sie nur eine einzelne Figur. So gilt es also alle Figuren so anzuordnen, dass der maximale Schaden erzielt wird ihr aber auch nicht zu leicht anzugreifen seit. Jeder Raum hat einen Anführer der an als Stellvertreter auf dem Schlachtfeld erscheint. Jetzt bewegt ihr diese Einheit bis sie in Angriffsreichweite ist und könnt so eure Schlachten austragen. Für besiegte Gegner und gewonnen Schlachten erhaltet ihr Erfahung und Gigpunkte. Diese könnt ihr dann verwenden um von Gig neue Einheiten und Dekorationsitems für eure Räume zu erstehen. Dekoration bietet euch lediglich für eine einzige Schlacht einen prozentualen Bonus, wohin gegeben Erfahrung eure Einheiten langfristig stärkt. Fallen Teile einer Einheit oder der Anführer derselben wird sie aus der Schlacht genommen, wird jedoch nach der Schlacht wieder vollkommen hergestellt.
Eine weitere Besonderheit sind die sogenannten Inspektionen. Durch diese werden Zufallsräume generiert in denen ihr Einheiten testen, leveln und Items bekommen könnt. Jeder dieser Räume hat einen Anführer der meistens weit über dem Level eures Helden liegt, es entstehen schnell wahre Materialschlachten, während ihr versucht eine bestimmt Einheit zu leveln, müsst ihr immer wieder neue Einheiten rufen um den Raumboss zu beschäftigen oder auf Distanz zu halten. Hierbei helfen euch Taktiken und Sonderfähigkeiten die je nach Anführer und Zusammensetzung der Einheit variieren. Nach erfolgreichem Abschließen jedes Raumes bekommt ihr eure Punkte und könnt entscheiden ob ihr weiter macht oder aufhört. Entscheidet ihr euch weiter zu machen wird ein noch stärkerer Raum generiert und der wiederrum mit besseren Exp und Items lockt. Aber Vorsicht! Man kann nie wissen was der nächste Raum bereit hält. Nicht selten startet man in einem Raum direkt neben dem Boss welcher gern mal 150Level mehr als ihr selbst haben kann. Hier noch eine weitere Besonderheit: gelevelt wird bis Level 999!!! Um den ersten Durchlauf zu schaffen reicht Level 60 locker aus, es hält euch jedoch nichts davon am nach dem Tutorial via Inspektion anzufangen eure Helden zu leveln.
Durch die vielen Einheiten und die Möglickeit diese in den Räumen zu unterschiedlichen Trupps zusammen zu stellen sowie die unterschiedlichen Formationen der Räume selbst bilden sich extrem viele Variationen und Möglichkeiten für den Spieler. Dies in der Kombination selbst jeder Zeit leveln zu können macht den wirklichen Spielspaß von Soul Nomad aus.

- Sonstiges -
Das Spiel hält ein lohnendes Game + bereit bei dem nicht nur Level, Räume und Einheiten übernommen werden sondern auch nocht das ein oder andere Zusätzliche zu entdecken gilt. Desweiteren hat man immer die Wahl nervige Dialoge weg zu drücken und so schnell zu den Stellen zu Spielen zu denen man gelangen will.

- Fazit -
Ein durchwachsenes Game. Musik und Grafik weisen keine guten Leistungen auf wobei die Synchronisation und das Gameplay hast schon Juwelen sind. Freunden von Taktik-RPGs kann man das Spiel empfehlen. Grafikfetischisten sollten die Finger davon lassen. Ich für meinen Teil hatte sehr viel Spaß mit dem Spiel, es hält in 40 -60 Stunden die ein oder andere Wendung bereit und glänzt durch einen durchaus gemeinen Humor.

Graphik: 4/10
Sound: 6/10
Story: 7/10
Gameplay: 9/10

Gesammt 6,5/10
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Re: Soul Nomad & The World Eaters - [PS2] - [6,5/10]

Beitragvon Antimatzist » Di 26. Apr 2011, 11:55

Oh danke fürs Review. Klingt leider anders als ichs mir vorgestellt habe... gut, dass ichs mir nie gekauft hab. :/
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Viktor hat geschrieben:Heh, I'll make sure you can never make that grin again. I'll chop you up! Grind you up! Dry you in the sun! Break you to pieces! Bury you in the ground! Piss on you! Then I'll dig you up! Pull you! Stretch you! Drag you around! And then, and then, in any case, I'll never forgive you!!!


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