Fällt mir schwer, das so in den Raum zu werfen aber vielleicht wäre Eiyuden ein besseres Game wenn man Murayama nicht als Lead Writer gehabt hätte.
Die gesundheitlichen Probleme hatte er sicher nicht erst seit 2024. Hinzukommt und das habe ich schon bei einigen Künstlern und Schreibern gesehen, irgendwann ist das Pulver verschossen. Planescape Torment Bzw. ist da gutes Beispiel. Das Game gilt als eines der besten Rollenspiele alle Zeiten. Für mich auch zurecht. Dann haben die selben Leute Tides of Numeria gemacht und es war mit Mühe ein gutes Game. Der gleiche Lead Writer, aber einfach keine neuen Ideen, mehr oder minder eine 1.2.4.1 Version, der Idee die er schon mal hatte.
Bei Eiyuden fühlt es sich an vielen Stellen ähnlich an. Natürlich wollten wir das auch so. Wir wollten einen großen Cast an Charas, Plottwists und Co. Aber vieles fühlt sich an, als hätte man ein schlechtes Abziehbild von Suikoden 2 gemacht. Die Hauptfiguren entwickeln sich kaum bis gar nicht. Die Freundschaft der beiden Helden wirkt unorganisch. Sie stolpern ineinander und sind dann Besties. Der Antogonist ist auch nicht sonderlich interessant.
Ich weiß nicht es hat viele gute Momente aber es fühlt sich oft an, als wäre da einfach viel mehr möglich gewesen, wenn man sich nicht zu sehr an Suikoden als Vorbild geklammert hätte.
Wie seht ihr das?
Hot Take: Hat Eiyuden von Murayama profitiert oder nicht?
- Toremneon
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Hot Take: Hat Eiyuden von Murayama profitiert oder nicht?
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Re: Hot Take: Hat Eiyuden von Murayama profitiert oder nicht?
Ich glaube, so kontrovers ist deine Meinung nicht.
Ich glaube, es ist unstrittig, dass das Writing der ersten drei Suikoden-Teile deutlich über dem (damaligen) JRPG-Durchschnitt lag. Es war facettenreich, war eine sehr gesunde Mischung aus Magie/Fantasy und "echter" Politik mit viel Charakterdrama. Toll!
Ich kann mir gar nicht vorstellen, Eiyuden zu spielen ohne Suikoden zu kennen. Alles wirkt nur schablonenhaft. Der Held? Blass. Die „Freundschaft“ zwischen Nowa und Seign? Wie du sagst erzwungen und unorganisch. Der militärische Konflikt? Eher unverständlich, und ja, der Boss ist blass, genau wie das gesamte Galdeanische Reich.
Am Ende wirkt es einfach wie Suikoden II abgepaust. Leider bleiben viele der 120 Charaktere auch blass und wirken nicht so, als würden sie die Welt sinnvoll erweitern. Bei Suikoden II gibt es so viele Figuren, bei denen ich schon immer dachte "Wow, was diese Person wohl erlebt hat bisher?", das hatte ich bei Eiyuden quasi nicht.
Murayama krankte an dem, was viele JRPGs haben: man begrenzt sich unnötig und bleibt in einem starren Korsett. Suikoden (II, III) war so gut, weil es eben auch mal was anderes wagte. Damals war das Neue, keinen Plot zu haben, bei dem es um die Zerstörung der Welt ging, sondern Freundschaft und etwas Politik. Aber Eiyuden? Die gleiche Idee einfach nochmal zu nehmen, ohne etwas hinzuzufügen, ist schwach. Suikoden IV hatte ähnliche Probleme, bei Suikoden V gab es wenigstens inhaltlich noch ein recht spannendes politisches Geschehen (aber auch da bediente man sich schon gerne an der Suikoden/Suikoden II Kiste).
Ich habe Lust auf ein Eiyuden 2, und würde es begrüßen, wenn Kawano und Komuta nur eine begleitende Rolle einnehmen würden. Rising wurde von Tadashi Satomi geschrieben, der die ersten beiden Persona-Titel geschrieben hatte. Und ich fand Risings Story jetzt nicht unbedingt schlechter (wenn man es aufs Wesentliche runterbricht ... im Spiel selbst kommt die Story ja kaum vor). Vielleicht wäre das auch eine gute Gelegenheit, ganz neuen Gesichtern eine Chance zu geben. Denn was japanische JRPGs brauchen, ist frischer Wind. Der Westen hat es zuletzt besser verstanden, gute JRPGs im Sinne der Klassiker zu machen (Sea of Stars, Chained Echoes, oder dein geliebtes Expedition 33). Murayamas Tod ist, so doof es klingt, eine Chance, dass Eiyuden sich zu einer Marke entwickeln kann.
Ich glaube, es ist unstrittig, dass das Writing der ersten drei Suikoden-Teile deutlich über dem (damaligen) JRPG-Durchschnitt lag. Es war facettenreich, war eine sehr gesunde Mischung aus Magie/Fantasy und "echter" Politik mit viel Charakterdrama. Toll!
Ich kann mir gar nicht vorstellen, Eiyuden zu spielen ohne Suikoden zu kennen. Alles wirkt nur schablonenhaft. Der Held? Blass. Die „Freundschaft“ zwischen Nowa und Seign? Wie du sagst erzwungen und unorganisch. Der militärische Konflikt? Eher unverständlich, und ja, der Boss ist blass, genau wie das gesamte Galdeanische Reich.
Am Ende wirkt es einfach wie Suikoden II abgepaust. Leider bleiben viele der 120 Charaktere auch blass und wirken nicht so, als würden sie die Welt sinnvoll erweitern. Bei Suikoden II gibt es so viele Figuren, bei denen ich schon immer dachte "Wow, was diese Person wohl erlebt hat bisher?", das hatte ich bei Eiyuden quasi nicht.
Murayama krankte an dem, was viele JRPGs haben: man begrenzt sich unnötig und bleibt in einem starren Korsett. Suikoden (II, III) war so gut, weil es eben auch mal was anderes wagte. Damals war das Neue, keinen Plot zu haben, bei dem es um die Zerstörung der Welt ging, sondern Freundschaft und etwas Politik. Aber Eiyuden? Die gleiche Idee einfach nochmal zu nehmen, ohne etwas hinzuzufügen, ist schwach. Suikoden IV hatte ähnliche Probleme, bei Suikoden V gab es wenigstens inhaltlich noch ein recht spannendes politisches Geschehen (aber auch da bediente man sich schon gerne an der Suikoden/Suikoden II Kiste).
Ich habe Lust auf ein Eiyuden 2, und würde es begrüßen, wenn Kawano und Komuta nur eine begleitende Rolle einnehmen würden. Rising wurde von Tadashi Satomi geschrieben, der die ersten beiden Persona-Titel geschrieben hatte. Und ich fand Risings Story jetzt nicht unbedingt schlechter (wenn man es aufs Wesentliche runterbricht ... im Spiel selbst kommt die Story ja kaum vor). Vielleicht wäre das auch eine gute Gelegenheit, ganz neuen Gesichtern eine Chance zu geben. Denn was japanische JRPGs brauchen, ist frischer Wind. Der Westen hat es zuletzt besser verstanden, gute JRPGs im Sinne der Klassiker zu machen (Sea of Stars, Chained Echoes, oder dein geliebtes Expedition 33). Murayamas Tod ist, so doof es klingt, eine Chance, dass Eiyuden sich zu einer Marke entwickeln kann.
Viktor hat geschrieben:Heh, I'll make sure you can never make that grin again. I'll chop you up! Grind you up! Dry you in the sun! Break you to pieces! Bury you in the ground! Piss on you! Then I'll dig you up! Pull you! Stretch you! Drag you around! And then, and then, in any case, I'll never forgive you!!!