Episode 3: Das Wappen
Kurzzusammenfassung
Wir starten dort, wo wir beim letzten Mal endeten: beim Angriff auf die Söldnerfestung. Im letzten Moment retten Flik und Viktor Pilika, das Fort wird in Brand gesetzt, und man flieht Richtung Muse, der Hauptstadt Jowstons.
Auf dem Weg kommt man in Toto vorbei, wo man die Nacht verbringt. In einer Höhle haben Jowy und Riliu aber eine Vision und erhalten jeweils eine Hälfte der Rune des Anfangs: Die Helle-Schild-Rune und die Schwarze-Schwert-Rune. Und beide können sie am nächsten Tag direkt einsetzen, als die Gruppe Alex trifft, der von einem Nebelmonster angegriffen wird. Während normale Angriffe nichts ausrichten, kann das Monster mit Hilfe der Runen besiegt werden.
Aus Dank gibt Alex den dreien eine Passierschein für Muse, ohne den man derzeit nicht in die Stadt kommt. Als sich die drei Jugendlichen aber als Vierjähriger und seine Eltern ausgeben, werden sie erst einmal in eine Gefängniszelle geworfen.
Kommentar
Die ersten beiden Folgen haben trotz aller Straffung großteils die Erzählung des Spiels wiedergegeben, aber jetzt wird erstmals wirklich Content gestrichen: Die Sindar-Ruinen fallen weg. Im Sinne der Erzählung auf jeden Fall sinnvoll, aber ich mochte die kleine Nebengeschichte immer. Wir wussten auch bereits im Vorfeld, dass sie wegfallen, da Episode 3 die letzte Folge war, die bei den Kino-Previews in Japan liefen. Welche Geschichten also weiterhin wegfallen? Lassen wir uns überraschen. Dafür tauchte das Nebelmonster vom Nordschwalbenpass auf. Etwas willkürlich, aber ok – irgendwie hätte man hier ja doch auch die doppelköpfige Schlange nehmen können.
Die Szene, in der die beiden Protagonisten ihre Runen erhalten, ist eine nahezu szenengetreue Nachstellung des Spiels und für mich der gelungenste Teil der Folge. Hier kommt richtig viel Gefühl auf. Man darf gespannt sein, wie viel Raum die Wahren Runen und Leknaat im Anime einnehmen werden, aber das war auch schon im Spiel ähnlich kryptisch. Ebenso gelungen war die Szene, als das Trio in Muse eintreten will; ebenfalls eine sehr originalgetreue Nachstellung des Spieldialogs und extrem witzig.
Nicht so gelungen finde ich die Charakterisierung von Luca, der etwas „barbarisch“ daherkommt. Der Anime vergisst, dass er bei aller Skrupellosigkeit immer noch ein hochintelligenter, gebildeter Prinz ist, der sicher bessere Tischmanieren hat, als er hier an den Tag legte. Auch die Darstellung Nanamis gefällt mir nicht. Schon in der vorherigen Folge wirkte sie etwas hilflos, jetzt schmeißt sie ihre Nunchakus auf das Nebelmonster ... Naja.
Die Nutzung der Spielmusik ist phantastisch in der Folge, die Animationsqualität unter aller Kanone. Uff, die mit Abstand hässlichste Folge. Der Kampf gegen das Nebelmonster ist schlecht animiert, genauso der Moment, als das Söldnerfort in Flammen aufgeht. Der Rückblick ist aber schön. Clever gelöst ist der Einsatz der Runen: Jowy erzeugt mit seiner Rune ein tatsächliches Schwert, das er dann im Kampf nutzt. Generell bin ich gespannt, wie die Runen im Anime weiter animiert werden und welche man sieht.
Wie immer viel Licht und Schatten. Für Nichtkenner des Spiels bietet diese Folge wenigstens sehr wenig neue Figuren, wodurch es vielleicht etwas leichter verständlich bleibt.
Fun Facts
- Beim Kampf gegen das Nebelmonster starten Riliu und Jowy mit dem Kumpel-Angriff aus dem Spiel.
- Im Spiel flieht das Trio mit drei zufällig ausgewählten weiteren Figuren, hier reisen sie allein. Wie konnten sie nur Mukumuku zurücklassen!?

- Dadurch, dass die ganzen Sindar-Ruinen ausgefallen sind, ist auch die Story um Alex, Hilda und Pete weggefallen.
